Der Mann, der zwei Behördenmitarbeiter in der Oberpfalz bei einer Waffenkontrolle getötet haben soll, hat in den 80er-Jahren eine Polizeiausbildung begonnen. Er sei von 1988 an in Bayern Polizeibeamter in Ausbildung gewesen, heißt es von der Polizei. Er sei dann aber vor Ausbildungsende entlassen worden. Zu den Gründen wurde nichts bekannt. Zuvor hatte die „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/bayern/zwei-tote-nach-waffenkontrolle-killer-von-berngau-war-polizist-6ac92ea661b3d4c01d3e18ea) “ über die Polizeivergangenheit des 60-Jährigen berichtet. Der Mann soll am Donnerstag in Berngau im Landkreis Neumarkt einen 45 Jahre alten Mitarbeiter des Landratsamtes und dessen 54 Jahre alte Kollegin erschossen haben (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6ac7a1fb6e0a564ee52e96c6/oberpfalz-zwei-behoerdenmitarbeiter-bei-waffenkontrolle-erschossen-polizei-stuermt-haus-und-nimmt-mann-fest.html) , als diese den Jäger und Sportschützen für eine Waffenkontrolle aufsuchten. Er wurde festgenommen, nachdem er sich stundenlang in einem Haus in Berngau verschanzt hatte. Nach Polizeiangaben rief er selbst bei der Einsatzzentrale an und gab zu, geschossen zu haben. Zudem habe er gesagt, er sei in seiner Wohnung, im Besitz von Schusswaffen und werde nicht widerstandslos aufgeben. Mann besaß zehn Waffen legal Spezialkräfte schossen bei der Festnahme auf den Mann und verletzten ihn schwer. Er wurde unter polizeilicher Bewachung in ein Krankenhaus gebracht, wo er sich laut Polizei auch am Samstag noch befand. Der 60-Jährige soll nach seiner medizinischen Behandlung einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser würde dann über die Frage einer Untersuchungshaft oder einer Unterbringung in einer Fachklinik entscheiden. Der Mann besaß laut Waffenregister als Sportschütze und Jäger zehn Waffen legal. Seine Kontrolle erfolgte nach Angaben des Landratsamtes routinemäßig und ohne Vorankündigung. Polizeilich sei der 60-Jährige zuvor nach aktuellem Stand der Ermittlungen nicht bekannt gewesen, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Der Mann sei Jäger und Sportschütze gewesen. Es gebe keine Hinweise auf eine wie auch immer geartete extremistische Gesinnung. Das Motiv des 60 Jahre alten Deutschen sei vorerst weiter unklar, sagte Herrmann. Weder Staatsschutz noch Verfassungsschutz hätten bisher irgendwelche Erkenntnisse über ihn. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt und unter anderem überprüft, ob es eine Vorgeschichte des Mannes in Kontakt mit dem Landratsamt Neumarkt in der Oberpfalz gegeben habe, sagte Herrmann. Jährlich fänden etwa 10.000 solcher Waffenkontrollen in Bayern statt, betonte Herrmann. In den vergangenen Jahren habe es keine derartigen Vorfälle bei solchen Anlässen gegeben. Anders habe sich die Lage bei den tödlichen Schüssen eines Reichsbürgers auf einen Polizisten in Ansbach dargestellt, betonte Herrmann. Damals sei es um die gezielte Entwaffnung des Mannes gegangen, weshalb auch die Polizei die kommunalen Mitarbeiter begleitet habe. Man werde aber mit den Kreisverwaltungsbehörden die Abläufe bei solchen Kontrollen durchsprechen, sagte Herrmann.